Samstag, 7. November 2009

Die Geschichte der Polymerbanknoten

AUSZUG Vor rund 600 Jahren wurden in China banknotenähnliche Papierscheine ausgegeben, vor etwa 300 Jahren erreichten diese Belege auch Europa. Die Begriffe Banknote und Geldschein werden oft als Synonym gebraucht. Für uns Sammler gibt es jedoch weitgehende Unterschiede in Bezug auf die Materialien aus denen die Banknoten hergestellt wurden. In Kriegszeiten, in denen Mangel an bestimmten Materialien herrschte, wurde oft auf andere zurückgegriffen. So kamen auch Leder, Pappe, Textilien ( Seide, Kattun, Leinen, Jute, Samt ), Pergament, Holz, Aluminium oder Zelluloid zur Herstellung von Banknoten oder Geldscheinen zum Einsatz. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kreditkarte aus Plastik eingeführt und es begannen Diskussionen, ob dieses Material nicht auch für Banknoten geeignet sei. Im Vordergrund stand immer der Hauptaspekt, die Lebensdauer einer Banknote zu verlängern um Kosten zu sparen. Erste Versuche mit plasteähnlichen Materialien begannen in den 80íger Jahren mit Tyvek , auch bekannt unter dem Begriff „Japanpapier“. In Frage kommende Druckereien für diese Art Banknoten waren ABNC = American Bank Note Company und BWC = Bradbury / Wilkinson an Company. Die Stärken von Tyvek sind, besonders leicht, reißfest, umweltfreundlich, und wasserabweisend zu sein sowie eine lange Lebensdauer zu haben. Jedoch die ersten Versuche Banknoten in Tyvek herzustellen, misslungen. An den Faltstellen, die jede Banknote während ihrer Lebensdauer bekommt, blätterte die Druckfarbe ab. Weiterhin war es schwierig irgendwelche Sicherheitsmerkmale als Fälschungssicherheit einzubringen. Wie zum Beispiel sollte man in Tyvek ein Wasserzeichen einbauen oder gar den berühmten Silberstreifen ? Diese Projekte wurden dann Ende der 80er Jahre eingestellt, da auch Fälschungen dieser Banknoten in den Umlauf kamen und die ausgebenden Stellen an Glaubwürdigkeit verloren. Als auch Fälschungen von Kreditkarten so langsam in den Umlauf kamen, bediente man sich neuer Techniken, wie Magnetstreifen und Hologrammen. Eine weitere Version eines Fälschungsschutzes war die Erfindung des OVD´s (Optical Variable Devices ). Dieses OVD ist heute aus dem Bereich Banknotenfälschungssicherheit kaum noch wegzudenkenden. Die Australische Reserve Bank entwickelte unter strenger Geheimhaltung in einer Entwicklungszeit von 15 Jahren eine Plastikfilmnote, welche wir heute Polymerbanknote nennen. Auf diesem Material, Guardian genannt, ist es nun möglich alle bekannten Fälschungsmerkmale wie Guillochieren, Mikroschrift, Wasserzeichen, Silberstreiben, Magnetschrift und eben diese OVD´s unter- und einzubringen. Leider liegen die Herstellungskosten dieser polymeren Banknoten um ein vielfaches höher als für Papierbanknoten, jedoch im Gegensatz zu ihnen liegt die Lebensdauer um 3 bis 4 mal höher. Weiterhin trägt eine Papierbanknote nicht nur die Fingerabdrücke seines Vorbesitzers, sondern auch dessen Hautschuppen und somit auch seine Keime und Krankheitserreger. Da Papier mikroskopisch eine raue Oberfläche besitzt, können sich Keime in diesen kleinen Hohlräumen festsetzen und in tropischer Umgebung sogar vermehren. Bisher wurde aber nicht bestätigt, dass Krankheiten oder Epidemien über Papiergeld verbreitet wurden, jedoch besteht diese Möglichkeit in den tropischen Ländern dieser Erde bestimmt. Keime und eben Erreger können auf einer Plastikbanknote nicht überleben, denn dieses polymere Material stößt Wasser, Fette und Schmutz ab, ist somit hygienischer und lässt sich nicht zerreißen. Das sind auch die Gründe des Siegeszuges der polymeren Banknoten in asiatischen und arabischen Ländern. Ob diese Banknoten bei den Einwohnern beliebt sind oder nicht, ist ungewiss. „ Non Olet“ ( Geld stinkt nicht ) sagten schon die Römer. Heute, wenn Sie diesen Katalog in Ihren Händen halten, gibt es derzeit 120 verschiedene Plastikbanknoten auf dieser Erde. Somit ein breitgefächertes Sammelgebiet zu vielen Themen. Auch wenn Australien als Erfinder der polymeren Banknoten stark hervortritt, folgen viele Länder diesem Beispiel und ersetzen ihre Banknotenserie durch Polymer, um Kosten zu sparen. Denn gerade in den ärmeren Ländern sollten Banknoten eine längere Lebensdauer haben, wo sie täglich etwa zehn mal den Besitzer wechseln. Hinzu kommt, dass Polymerbanknoten wesentlich fälschungssicherer sind als papierne. Überlegungen in Indien Polymerbanknoten herzustellen wurden verworfen. Indien zählt zu den Ländern mit dem höchsten Vorkommen an gefälschten Banknoten und sollte sich daher überlegen, seine Banknoten auf der Basis von Polymer herzustellen, jedoch fehlen der Staatsbank die finanziellen Mittel.

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Veröffentlichung im NNB 2006 Heft 6 - Seite 258-259

Donnerstag, 29. Oktober 2009

400 Jahre Bermuda-Inseln



Vorder- und Rückseite 20 Dollar Bermuda, Ausgabe 2009

AUSZUG: Die Bermudas befinden sich nördlich im Karibischen Meer, ca. 1.046 km von der Küste von North Carolina entfernt. Das Archipel von insgesamt 120 Inseln und Inselchen besitzt eine karibische Seele. Gesegnet vom Golfstrom konkurrieren die glasklaren Gewässer und rosa Sandstrände Bermudas mit tropischen Landstrichen. Die ersten Siedler kamen 1609 unfreiwillig auf die Bermudas. Sie waren auf dem Weg nach Jamestown in Virginia, um die neue Siedlung mit Vorräten auszustatten, als ihr Schiff vor St. George auf ein Riff gesegelt wurde. Dieser Vorfall schmiedete eine dauerhafte Verbindung zwischen Großbritannien und den Bermuda-Inseln, die nach wie vor ein treues Mitglied des Commonwealth sind. Somit feiern die Bermudas in diesem Jahr ihr 400-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gaben die Bermudas am 01. Januar 2009 eine Gedenkbanknotenserie aus, welche aber erst am 09. März ausgegeben wurde.


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Veröffentlichung in DGW 2009 Heft 2 - Seite 61-67
Ausgabe zum 30-jährigen Jubiläum

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Gutscheine von Aspromonte

Vorder- und Rückseite 1 Eco Aspromonte, Ausgabe 2008

AUSZUG: Der Aspromonte (übersetzt: „rauer Berg“) ist ein Bergmassiv in der Provinz Reggio Calabria in Südkalabrien, Italien. Eng umschlossen vom Tyrrhenischen und vom Ionischen Meer bedeckt der Gebirgszug das Zentrum der südlichen Spitze des italienischen Stiefels. Der Boden besteht aus kristallinischem Granit, das Gebirge wurde durch Meeressedimentation geformt. Der Aspromonte mit seinen teilweise bizarren Felsgebilden ist durchzogen von engen Tälern mit steinigen, im Sommer meist ausgetrockneten Flussbetten, da es vorwiegend im Winter regnet. Im Gebiet fließen auch viele Wasserläufe (Fiumare) und hier sind auch viele Tierarten zu finden (Wolf, Wanderfalke, Uhu, Habicht). Breite und üppige Wälder bedecken das Schutzgebiet: Buche, Weißtanne, Schwarzkiefer, Steineiche, Kastanienbaum und die Mediterrane Macchia. Im Park gibt es auch seltene Tier- und Pflanzenarten: z. B. den Habichtsadler und den Farn Woodwardia radicans. Das Schutzgebiet befindet sich im Herzen des Mittelmeeres und in seinem Territorium findet man wichtige historische, künstlerische und archäologische Stätten und Zeugnisse der archaischen, klassischen, griechischen und mittelalterlichen Kulturen.



Veröffentlichung in DGW 2009 Heft 2 - Seite 68-72
Ausgabe zum 30-jährigen Jubiläum

Samstag, 24. Oktober 2009

Währung mit zwei Namen


Vorder- und Rückseite 20 Dollar Brunei, Ausgabe 2007


Vorder- und Rückseite 20 Dollar Singapur, Ausgabe 2007

AUSZUG: Am 12. Juni 1967 trafen Brunei und Singapur ein Abkommen über ihre Währungen, das besagt, dass alle Banknoten und Münzen der beiden Länder gegenseitig 1:1 ohne Aufschläge zurückgetauscht würden. Das heißt im Klartext, das eine Person die sich in Brunei befindet mit Singapur-Dollar 1:1 bezahlen kann und umgekehrt. Im Jahr 2007 feierte dieses Abkommensein 40-jähriges Bestehen und wurde mit einer gemeinsamen Banknotenausgabe gewürdigt. So gab jedes Land jeweils eine 20-Ringgit- bzw. 20-Dollar-Banknote aus, was zusammen 40 ergibt.

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Veröffentlichung in DGW 2009 Heft 1 - Seite 34-36